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Alles Wissenswerte für Hundehalter

Hund und Wohnen
Haltung des Hundes
Fütterung
Pflege
Versicherungen und Steuern
Gesetze und Verordnungen
Mit dem Hund unterwegs
Körpersprache des Hundes
Kind und Hund

Hund und Wohnen
Es gibt viele Dinge, die ein zukünftiger Hundehalter oder eine Hundehalterin vor der Anschaffung eines Hundes bedenken sollte. Als Mieter oder Mieterin muss unbedingt geprüft werden, ob der Mietvertrag eine Hundehaltung zulässt. Ist bereits ein Hund vorhanden, muss vor Anmietung einer neuen Wohnung geklärt werden, ob auch dort die Hundehaltung möglich ist. Aber nicht nur Mieter und Mieterinnen müssen sich mit diesem Thema befassen, auch dem Wohnungseigentümer kann die Hundehaltung untersagt sein.

Der Hund in der Mietwohnung
Gern verbieten Vermieter die Hundehaltung, da sie fälschlicherweise übermäßige Belastungen wie Lärm und Schmutz auf sich zukommen sehen. Mangels gesetzlicher Vorschriften bleibt es den Mietvertragsparteien selbst überlassen, sich über das Thema Hundehaltung zu einigen, wobei es erfahrungsgemäß der Vermieter sein wird, der seine Vorstellungen zum Thema Hundehaltung durchsetzen können wird. Deshalb muss bereits vor Anmietung einer Wohnung das Thema Hundehaltung geklärt werden, und eine etwaige Erlaubnis sollte schriftlich fixiert werden.

Bei bereits bestehenden Mietverhältnissen muss überprüft werden, ob der Mietvertrag die Hundehaltung erlaubt, denn lediglich der Ausschluss jeglicher Tierhaltung ist unwirksam, nicht aber das Verbot, Hunde zu halten. Im günstigsten Fall beinhaltet der Mietvertrag ausdrücklich das Recht, „Hunde“ zu halten. Aber Achtung, dies heißt nicht, dass in der Wohnung auch Hunde gezüchtet werden dürfen!

Erlaubt der Mietvertrag generell die „Haustierhaltung“, dürfen auch Hunde gehalten werden, da Hunde zu den sogenannten „üblichen“ Haustieren zählen.

Ist im Mietvertrag nichts geregelt, also die Hundehaltung auch nicht verboten, heißt dies nicht automatisch, dass die Hundehaltung erlaubt ist. Teilweise wird in der Rechtsprechung in diesem Fall die Ansicht vertreten, dass die Haltung von Hunden zum vertragsgemäßen Gebrauch einer Mietwohnung gehört und daher zulässig ist. Eine andere Auffassung schließt dieses zumindest für städtische Wohngebiete aus. In jedem Fall ist es daher ratsam, vor Anschaffung eines Hundes eine Klärung mit dem Vermieter herbeizuführen, um nachher nicht eine unliebsame Überraschung zu erleben. Einigt man sich mit dem Vermieter, sollte dies unbedingt schriftlich fixiert werden.

Es gibt auch Vertragskonstellationen, die einen sogenannten Erlaubnisvorbehalt vorsehen, d.h. der Vermieter kann sich vorbehalten, über die etwaige Erlaubnis einzelfallbezogen zu entscheiden. Er kann die Hundehaltung in einem solchen Fall nur verweigern, wenn sachliche Gründe vorliegen. So könnte etwa die beabsichtigte Haltung eines großen Hundes in einem Einzimmer-Appartement ebenso ein solcher Grund sein, wie etwa der Umstand, dass ein anderer Mieter an einer Hundehaarallergie leidet. Auch hier der dringende Rat, sich eine etwaige Erlaubnis schriftlich geben zu lassen!

Die Folgen einer nicht genehmigten und damit vertragswidrigen Hundehaltung können schwerwiegend sein und in der letzten Konsequenz die fristlose Kündigung des Mietverhältnisses nach sich ziehen. Der Mieter kann sogar schadensersatzpflichtig sein, und zwar dann, wenn andere Mietparteien wegen der unerlaubten Hundehaltungen die Miete kürzen. Dies kann dazu führen, dass dem Vermieter die Mietausfälle zu ersetzen sind.


Der Hund in der Eigentumswohnung
Auch dem Wohnungseigentümer kann die Hundehaltung untersagt sein, etwa dann, wenn eine dementsprechende Vereinbarung (eine durch alle Eigentümer getroffene Gebrauchsregelung) der Gemeinschaft besteht. Die Rechtssprechung sieht es sogar als möglich an, dass Eigentümergemeinschaften durch Mehrheitsbeschluss (eine durch die Mehrheit der Eigentümer getroffene Entscheidung) Hundehaltungsverbote bestimmen. Auch hier wieder der Rat, sich frühzeitig über die Rechtsverhältnisse zu informieren.

Der Hund in der vermieteten Eigentumswohnung
Probleme können sich für den Vermieter von Wohnungseigentum ergeben, wenn das Gemeinschaftsrecht im Widerspruch zu den Vereinbarungen mit dem Mieter steht. Hier muss durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit dem Mieter der Eigentumswohnung vorgebeugt werden.


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Haltung des Hundes

Die Unterbringung des Hundes muss den Bedürfnissen (Bewegungs- und Beschäftigungsdrang) und den rassetypischen Eigenschaften (Größe, Haarkleid, etc.) angepasst sein.

Mindestens zweimal täglich benötigt der Hund für insgesamt zwei Stunden Auslauf, unabhängig davon, ob er im Haus oder im Zwinger gehalten wird.

Ein Einzelhund sollte nicht länger als fünf Stunden allein gelassen werden.

Junghunde bis ca. fünf Monate brauchen Ruhezeiten und den intensiven, unmittelbaren Kontakt zum Menschen, wann immer sie möchten.

Junghunde bis zum 8. Lebensmonat sollten nicht ausschließlich im Zwinger gehalten werden. Auf die Anbindehaltung muss generell verzichtet werden.

Einzelhunde sollten nur dann auf unbewohnten Grundstücken gehalten werden, wenn die tägliche Anwesenheit des Halters/ Betreuers über mindestens acht Stunden gesichert ist.

Konsequente, hundeverständliche Erziehung und Sozialisierung gehören zur artgerechten Haltung. Die Vorbereitungskurse zum VDH-Hundeführerschein helfen Ihnen dabei.

Die regelmäßige Körperpflege des Hundes (Bürsten) dient nicht nur der Hygiene, sondern festigt auch die soziale Bindung zwischen Mensch und Hund.

Der erwachsene Hund benötigt stets frisches Wasser und eine bis zwei Mahlzeiten pro Tag mit ausgewogenem Futter. Der heranwachsende Welpe muss mehrmals täglich mit kleinen Portionen gefüttert werden.

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Fütterung des Hundes

Futterart
Die Ernährung des Hundes auf Frischfutterbasis muss sicherstellen, dass dem Hund alle notwendigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe zugeführt werden. Dabei ist zu beachten, dass die Futterzusammenstellung abwechslungsreich und ausgewogen sein muss, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Die Frischfutterernäherung ist daher anspruchsvoller als die Gabe von Fertigfutter.

Fertigfutter enthält in der Regel alle erforderlichen Nährstoffe, die der Hund benötigt und ist einfach zu füttern. Dies gilt sowohl für Feucht- als auch für Trockenfutter. Da jedes Fertigfutter in seiner Zusammensetzung ausgewogen ist, sollte ihm nichts beigemengt werden.

Eine reine vegetarische Ernährung von Hunden ist nicht artgerecht und führt auf Dauer zu Mangelerscheinung. Unabhängig von der Futterart muss für den Hund jederzeit frisches Trinkwasser in sauberen Gefäßen zugänglich sein.


Fütterung Welpen und Junghunde
Diese sollten am Tag anfangs vier bis fünf mal, später zwei bis drei mal gefüttert werden. Die Futtermenge richtet sich nach der Größe des Hundes und wird allmählich mit dem Alter des Tieres gesteigert. Welpen sollten auf keinen Fall „überfüttert“ werden. Dies kann auf Grund des zu schnellen Wachstums für die Knochenentwicklung zu Problemen führen.

Erwachsene Hunde

Ausgewachsene Hunde kleiner und mittelgroßer Rassen sollten ein bis zwei mal täglich und großwüchsige Rassen täglich stets zwei mal gefüttert werden. Bei der Fütterung ist darauf zu beachten, dass der Hund:

  • nicht übersättigt wird
  • an feste Futterzeiten gewöhnt wird und
  • danach in Ruhe verdauen kann.

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Pflege des Hundes

Die regelmäßige Körperpflege dient der Hygiene und festigt die soziale Bindung zwischen Mensch und Hund. Sie ist zudem eine erzieherische Maßnahme, bei der dem Hund die Rudelführung durch den Besitzer deutlich gemacht wird. Der Hund muss die Pflege hinnehmen und die Kommandos des Halters befolgen. Der Pflegeaufwand ist von Rasse zu Rasse unterschiedlich, rassespezifische Pflegehinweise sind daher beim Züchter oder dem entsprechenden Zuchtverein zu erfragen.

Haarpflege
Die Haarpflege ist vom Felltyp des Hundes (Kurz-, Rauh-, Lang-, Stockhaar etc.) abhängig und daher unterschiedlich. In der Regel werden die Hunde gebürstet oder gekämmt, bestimmte Rassen werden darüber hinaus getrimmt. Der Hund nimmt keinen Schaden, wenn er mit einer rückfettenden Seife gebadet wird.

Augenpflege
Das sich in den Augenwinkeln bildende Augensekret sollte regelmäßig entfernt werden, um Entzündungen zu vermeiden, wenn es sich dort ansammelt und vom Hund nicht selber entfernt wird.

Ohrenpflege

Hundeohren sollten ein- bis zweimal wöchentlich überprüft werden. Da der äußere Gehörgang schwer zugänglich ist, empfiehlt es sich nicht, seine Reinigung selbst zu übernehmen. Insbesondere bei der Verwendung von Wattestäbchen (Q-Tips o. ä.) besteht neben dem Verletzungsrisiko die Gefahr, Verschmutzungen oder Fremdkörper noch tiefer den Gehörgang zu treiben. Im Bedarfsfall sollte daher der Tierarzt konsultiert werden.

Gebisspflege
Die Reinigung der Zähne unterstützt man am besten mit Büffelhautknochen, festen Hundekuchen etc. Bei starkem Zahnsteinbelag oder Entzündungen muss der Tierarzt aufgesucht werden.

Krallenpflege

Die Krallen laufen sich bei ausreichender Bewegung auf festem Untergrund ab. Sollten die Krallen zu lang werden, behindern sie den Hund bei der Bewegung. Mittels einer Krallenzange, deren Handhabung man sich am besten vom Tierarzt erklären lässt, kann man die Krallen kürzen.

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Versicherungen und Steuern

Bestimmte Hunderassen müssen auf Grund gesetzlicher Vorgaben Haftpflicht versichert sein, es ist jedoch für jeden Hundehalter empfehlenswert, eine Haftpflichtversicherung für den Hund abzuschließen. Mitgliedern von VDH-Rassehundevereinen werden von der DEVK Rabatte eingeräumt.

Die DEVK bietet Mitgliedern von VDH- Mitgliedsvereinen exklusiv günstige Versicherungstarife an. Z.B. die DEVK-Tierhalterhaftpflicht für nur 5,00 EUR im Monat bei jährlicher Laufzeit.

Hundesteuer
Die Erhebung der Hundesteuer liegt im Ermessen der einzelnen Kommunen und Gemeinden. Die Höhe der Besteuerung ist daher von Kommune zu Kommune unterschiedlich und richtet sich nach den in der jeweiligen Gemeindesatzung aufgestellten Kriterien. Dazu zählen:

  • Unterschiedliche Besteuerung einzelner Rassen
  • Mögliche Steuererleichterungen für ausgebildete Hunde: z. B. Blindenhunde, Therapiehunde, Rettungshunde etc. oder Hunde nach Ablegen bestimmter Prüfungen.
  • Zahl der gehaltenen Hunde
Anfragen bzgl. der Hundesteuer sind an die zuständige Stadt- oder Gemeindeverwaltung zu richten.

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Gesetze und Verordnungen

Für den Hundehalter sind viele Rechtsgebiete von Bedeutung. Dazu zählen Regelungen aus:
  • dem Strafrecht,
  • dem Ordnungswidrigkeitenrecht
  • dem Tierschutzrecht
  • dem Zivilrecht
  • dem Umweltrecht
  • dem Vollstreckungsrecht
  • den Gesetzen und Verordnungen des Bundes
  • den Hundeverordnungen der Bundesländer
  • örtlichen Regelungen der Städte und Gemeinden.
 

So kann beispielsweise ein Hundehalter gem. § 223 ff. StGB wegen Körperverletzung bestraft werden, falls sein Hund einen Mensch beißt und verletzt. Darüber hinaus ist der Halter für die durch seinen Hund verursachten Schäden haftbar und schadensersatzpflichtig (§ 833 sowie §§ 843, 844, 847 BGB).

Die unterschiedlichen Hundeverordnungen der Länder sehen zum Teil Haltungsbeschränkungen und Leinen- sowie Maulkorbzwang vor. Diese Verordnungen unterliegen jedoch einem ständigen Wandel, eine einheitliche Bundesverordnung ist derzeit nicht vorhanden. Der Ausbilder wird die für die Teilnehmer geltenden Bestimmungen bereithalten und vorstellen.

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Mit dem Hund unterwegs

Rücksicht gegenüber Passanten
Wenn dem Hundehalter und seinem Hund Personen (z. B. Jogger) entgegenkommen, ist besondere Rücksicht und Vorsicht notwendig. Der Hund ist ruhig an die Leine zu nehmen und weiterzuführen. Durch weglaufende Menschen oder Tiere wird Jagdverhalten angesprochen, der dann Ungehorsam des Hundes bewirken kann.

Begegnung mit anderen Hunden
Begegnen dem Hundehalter und seinem Hund Personen mit angeleintem Hund ist der eigene Hund ebenfalls anzuleinen. Der eigene Hund ist an dem entgegenkommenden Hund mit Abstand vorbeizuführen.

Mit dem Fahrrad unterwegs
Das Fahrradtraining beginnt man frühestens mit dem ausgewachsenen Hund, da das Knochengerüst des Hundes erst dann der anspruchsvollen Belastung gewachsen ist. Der Hund muss aus Sicherheitsgründen angeleint rechts neben dem Rad laufen, vom Verkehr abgewandt.

Der Hund im Auto
Dem Hund sollte ein fester Platz im Auto zugewiesen werden, dies ist vorzugsweise der Laderaum eines Kombis, der durch ein Gitter oder Netz abgeteilt wird. Ebenfalls geeignet ist der Fußraum hinter dem Fahrer- oder Beifahrersitz, da der Hund hier bei einer Vollbremsung keine Gefahr für die Insassen wird. Bei einem Auffahrunfall kann ein ungesicherter Hund, der sich frei im Auto bewegt, zu einem gefährlichen Geschoss verwandeln. Eine befestigte Transportbox ist nach wie vor der sicherste Aufenthaltsort für den Hund während der Autofahrt. Für den Transport auf dem Rücksitz gibt es spezielle Sicherheitsgurte für den Hund, so dass sich dieser nicht ungesichert im Auto bewegen kann. Beim Verlassen des Autos darf der Hund aus Sicherheitsgründen nicht selbständig aus dem Fahrzeug springen, sondern muss so lange sitzen bleiben, bis ihm das Aussteigen erlaubt wird.

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Körpersprache des Hundes

Um seine Stimmung auszudrücken, verfügt der Hund über eine ganze Reihe von Mitteln, die er differenziert einsetzen kann. Die Körperhaltung, begleitet von Mimik und Lautäußerungen, spricht eine recht deutliche „Sprache“.

Normales Erscheinungsbild
Die Körperhaltung ist aufrecht und locker, die Muskeln sind entspannt, die Bewegungen harmonisch und fließend. Die Rute wird locker in rassetypischer Normalhaltung getragen. Der Gesichtsausdruck ist entspannt und glatt, die Lefzen sind geschlossen. Die Augen blicken lebhaft, die Ohren werden voneinander unabhängig zur Geräuschwahrnehmung bewegt.

Erwartungshaltung
Die Körperhaltung ist nach wie vor locker, allerdings werden nun die Muskeln leicht angespannt. Der Kopf richtet sich auf, die Bewegungen werden federnd, die Rute bewegt sich in der Waagerechten lebhaft hin und her. Das Fell liegt glatt an, das Gesicht bekommt einen lebhafteren Ausdruck. Die Ohren werden nach vorne gestellt, die Lefzen werden leicht geöffnet, die Mundwinkel leicht nach oben gezogen. Meist hängt die Zunge etwas nach vorne oder seitlich aus dem Maul, die Augen blicken sehr lebhaft.

 

lmponier- und Drohverhalten
Die Muskulatur der Beine spannt sich, die Bewegungen werden steif und verkrampft, die Rute steht steil nach oben, die Nacken- und Rückenhaare werden gesträubt (wie eine Bürste). Die Hautmuskulatur des Halses ist ebenfalls stark angespannt. Die Ohren stehen steif hoch und nach vorne gerichtet. Die Hunde fixieren ihr Gegenüber stark und einige Hunde ziehen die Stirnhaut über den Augen so zusammen, dass dabei ein „drohender“ Blick entsteht.

Im Übergang vom Imponier- zum Drohverhalten können Hunde auch Knurren und dieses dann bei steigender Drohung massiv verstärken. Es gibt aber auch Hunde, die völlig geräuschlos drohen können. Als weitere Steigerung der Drohung können Hunde die Lefzen hochziehen und die Zähne zeigen. Erreicht der Hund mit seiner Drohung nicht das, was er will (z. B. der Kontrahent flieht), dann könnte aus der Drohung auch eine offensive Aggression mit Schnappen oder Beißen werden.

Angsthaltung
Der Körper ist angespannt, die Hinterbeine sind leicht eingeknickt, der Rücken ist rund, der Hund kriecht gewissermaßen in sich zusammen. Die Rute wird zwischen die Beine geklemmt. Der Kopf wird leicht gesenkt, geduckt getragen. Die Ohren werden eng an den Kopf gelegt, die Ohrenspitzen weisen dabei leicht zum Rückgrat hin. Die Mundwinkel werden krampfhaft nach hinten gezogen, so dass ein Teil der Zähne entblößt wird. Durch dieses „Nachhintenziehen“ der gesamten Gesichtspartie werden die Augen schmaler, es entsteht ein schwer zu beschreibender, extrem ängstlicher Gesichtsausdruck. Diese Körperhaltung kann begleitet werden durch mehr oder weniger lautes Winseln oder Fiepen.
 

Die unsichere Drohung und die offensive Aggression
Jeder, der einmal einen aggressiven Hund gesehen hat, ist von diesem Anblick vermutlich stark beeindruckt. Selbst ein Vertreter einer sehr kleinen Rasse vermittelt den Eindruck einer großen Gefährlichkeit. Am Beispiel der Illustrationen lassen sich die allgemeinen Stimmungsbilder gut nachvollziehen. Die Hunde zeigen Drohverhalten (Zähne zeigen, Nasenrückenrunzeln, Lefzen hochziehen, gebremstes Schnappverhalten, Drohfixieren, Knurren, Bellen oder Knurrbellen) bei gleichzeitigem Zeigen von Angstverhalten (lange Maulspalte, zusammengezogener Körper, phasenweise ausweichender Blick). 
Dabei hat der Hund eine angespannte Muskulatur und kann sich sehr langsam, fast in Zeitlupe, weg vom Kontrahenten oder um diesen herum bewegen. Auch dieses Drohverhalten zielt darauf ab, einen Gegner zum Zurückweichen zu bewegen. Wenn die individuelle Toleranzgrenze des Hundes erreicht ist, kann aus dieser unsicheren Drohung eine offensive Aggression gezeigt werden bis hin zum Zubeißen. Bei diesem Verhalten wird dann zwangsläufig auch die Maulspalte runder und kürzer. In diesem Moment der Offensive werden dann auch weniger Elemente des Angstverhaltens gezeigt.

Spielhaltung
Die Körperhaltung ist sehr locker, die Bewegungen erfolgen meist ruckartig schnell und wirken etwas übertrieben. Der Hund hopst auf seinen Vorder- oder Hinterbeinen hin und her, er wedelt heftig mit der Rute. Auffallend ist die typische Spielaufforderung Diese Verhaltensweise wird von vielen Menschen irrtümlich als Aggression interpretiert.
Die Vorderbeine werden dabei lang auf den Boden geworfen, der Brustkorb liegt fast am Boden auf, die Hinterbeine dagegen stehen aufrecht, die Rute kann so stark wedeln, dass das ganze Hinterteil von dieser Bewegung mit erfasst wird. Der Kopf wird in der Regel seitlich hin- und herbewegt, die Augen sind groß und rund, gelegentlich ist das Weiße am unteren Augenrand zu sehen. Die Ohren können auch in Bewegung sein, meist ziehen die Ohrenspitzen jedoch zur Seite oder die Ohren werden glatt an den Kopf angelegt, die Ohrenspitzen zeigen leicht nach unten. Das Maul ist leicht geöffnet, die Mundwinkel nach hinten und leicht nach oben verzogen, so dass ein freundlicher Gesichtsausdruck entsteht. Begleitet wird die Haltung meist durch kurzes, helles, aufgeregtes Bellen, kann aber auch mit Winseln oder spielerischem Knurren verbunden sein.

Submission - Unterwürfigkeit / Demut

Aktive Demut:
Als Zeichen der aktiven Demut (der aktiven Unterordnung) zeigen Hunde Verhaltensweisen, die ihren Ursprung im Welpenverhalten haben: Sie lecken die eigene Schnauze, versuchen die Schnauze des Gegenübers zu lecken oder heben eine Vorderpfote gegen den vorderen Brust-, Hals oder Kopfbereich des Gegenübers. Diese Verhaltensweisen zeigen Hunde auch, wenn sie einen Konflikt beenden möchten. In diesem Zusammenhang spricht man dann von sogenannten Gesten der Deeskalation.

Passive Demut:
hier legen sich Hunde vor den Gegner (häufig auf den Rücken) und verharren dabei so lange, bis der Gegner entweder geht oder anderweitig deutlich macht, dass der Konflikt beendet ist. Der submissive Hund bleibt passiv, d. h. er wartet wirklich auf die Kommunikation des Gegners. Die Hunde haben dabei oft eine lange Maulspalte und nach hinten gelegte Ohren. Sie weichen dem Blick des Gegners zumeist aus.

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Kind und Hund

Kinder und Hunde sind ein tolles Team. Wenn man sie zusammenbringt, sorgt das für Spaß und Freude. Kinder lernen viel durch den Umgang mit Hunden: Sie lernen ein anderes Lebewesen zu verstehen und zu respektieren. Sie lernen, wie ein Hund auf ihre Sprache und ihr Verhalten reagiert. Sie überdenken ihr Verhalten und erkennen, wie wichtig Ehrlichkeit und Verlässlichkeit für den Umgang miteinander sind. Und was Verantwortung für ein anderes Lebewesen bedeutet. Aber das richtige Verhalten im Umgang mit dem Hund will gelernt sein. Der VDH hat daher die Broschüre „12 Regeln für den Umgang mit Hunden“ und das Brettspiel „Wir gehören zusammen“ herausgegeben und bietet Hundebesuchsdienste im Rahmen der Aktion „Helfer auf vier Pfoten” an.

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